Banner
Telefon:
0340 501-3665
Telefax:
0340 501-3668

35 neue Parkplätze für das MVZ


Stadt und Klinikum reagieren auf Engpaß

Klinikum übernimmt physiotherapeutische Betreuung des DRHV 06


Schon beim Saisonauftakt am 2. Oktober sitzt ein Physio des SKD mit auf der Bank

Crafter ersetzen Jumper: Neue Fahrzeuge für den innerbetrieblichen Warentransport


Rein und unreine Lieferungen können nun getrennt werden

Home » 
Freitag, 15. Mai 2020 08:12 Alter: 194 Tag(e)

Städtisches Klinikum und Diakonissenkrankenhaus rücken zusammen



Das Diakonissenkrankenhaus in der Gropiusallee hat 165 Betten und beschäftigt 189 Mitarbeiter. Pro Jahr werden hier 6.600 stationäre und 7.700 ambulante Patienten behandelt.


Joachim Liebig, Vors. der Gesellschafterversammlung des Diakonissenkrankenhauses.

Seit geraumer Zeit werden intensive Gespräche zwischen Vertretern der Stadt Dessau-Roßlau und des Städtischen Klinikums sowie des Diakonissenkranken-hauses Dessau über eine strategische Partnerschaft geführt. Im Ergebnis dessen ist nun ein wesentlicher Meilenstein erreicht: Beide Seiten haben eine verbindliche Verständigung darüber erzielt, dass der Krankenhausbetrieb des Diakonissenkrankenhauses Dessau zukünftig durch das Städtische Klinikum Dessau fortgeführt werden soll.

„Unser gemeinsames Ziel ist es, die ausgezeichnete Gesundheitsversorgung der Bevölkerung der Stadt Dessau-Roßlau und der gesamten Region auf einer soliden wirtschaftlichen Basis dauerhaft und nachhaltig in die Zukunft zu führen. Das medizinische Spektrum des Diakonissenkrankenhauses wird in idealer Weise das Portfolio des Städtischen Klinikums ergänzen und zu Sicherung und Ausbau der Arbeitsplätze an beiden Standorten führen. Die Bedeutung der Stadt Dessau-Roßlau als drittgrößte Medizinversorgerin und als Oberzentrum in Sachsen-Anhalt wird somit dauerhaft gesichert“, erläutert Oberbürgermeister Peter Kuras das aktuelle Verhandlungsergebnis.

Dr. med. Joachim Zagrodnick, Ärztlicher Direktor des Städtischen Klinikums Dessau: „Der Krankenhaussektor ist geprägt vom Trend hin zu größeren Einheiten. Die Vorteile liegen auf der Hand: Teure Medizingerätetechnik wird besser ausgelastet, Doppelvorhaltungen werden vermieden, Synergien sparen Kosten und machen zusätzliche Spezialisierungen möglich, wovon wiederum die Patienten profitieren. Das Städtische Klinikum und das Diakonissenkrankenhaus ergänzen sich, schon allein durch die örtliche Nähe. Ich bin mir sicher, dass wir zusammen stärker sind, als jeder für sich – ohne dass auch nur ein Arbeitsplatz verloren geht. Das ist unser Anspruch.“ 

Kirchenpräsident Joachim Liebig, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Diakonissenkrankenhaus Dessau gemeinnützige GmbH, betont: „Wir sind davon überzeugt, dass in Trägerschaft des Städtischen Klinikums Dessau Wesentliches von dem fortgeführt werden kann, was die Arbeit des Diakonissenkrankenhauses Dessau prägt: Eine qualitativ ausgezeichnete Gesundheitsarbeit, geprägt vom Geist der Liebe zu den Mitmenschen, die medizinische und pflegerische Zuwendung brauchen. Natürlich bedauern wir, dass mit diesem notwendigen Schritt eine 125 Jahre alte Tradition selbständiger diakonischer Krankenhausarbeit in Dessau an ein Ende kommt. Diakonie aber behält ihre Bedeutung.“

„Der Erhalt der Arbeitsplätze und die Weiterführung der Gesundheitsarbeit am Standort des Diakonissenkrankenhauses war und ist uns ein wichtiges Anliegen in den Gesprächen und Verhandlungen“, so Dirk Herrmann, Kaufmännischer Geschäftsführer des Diakonissenkrankenhauses Dessau. „Aufgrund der bisherigen Ergebnisse gehe ich fest davon aus, dass dies gelingen wird.“

„Der Prozess der Annäherung verlief von Anfang an sehr konstruktiv und vertrauensvoll. Jetzt können wir mit klaren Zielen alle Beteiligten informieren“, freut sich Jens Krause, Beigeordneter für Gesundheit, Soziales und Bildung der Stadt Dessau-Roßlau.