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Neue Behandlungswege bei der Tumortherapie


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Hautkrebs: Die Quittung für zu viel Sonne kommt erst nach 20 Jahren


Hautkrebszentrum Dessau-Anhalt besteht zehn Jahre / Pro Jahr 500 Operationen

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Strategische Partnerschaft vereinbart

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Dienstag, 19. Mai 2020 12:44 Alter: 55 Tag(e)

Hautkrebs: Die Quittung für zu viel Sonne kommt erst nach 20 Jahren



Das Team des Hautkrebszentrums Dessau-Anhalt freut sich über die erneute Zertifizierung: Michael Lenze, Dr. Peggy Seele und Dr. Dietrich Trebing.

Meteorologen prophezeien uns bereits wieder einen besonders heißen Sommer. Die Sonne lockt, doch die Haut vergisst nie. Oder wie es Dr. med. Dietrich Trebing, Leiter des Hautkrebszentrums am Städtischen Klinikum,  formuliert: „Das Sonnenkonto ist das einzige, von dem man nichts abheben kann. Was passiert ist, lässt sich nie wieder ungeschehen machen.“ Die Quittung für zu viel UV-Strahlung kommt erst mit einem Verzug von 20 bis 30 Jahren.

270.000 Menschen erkranken pro Jahr in Deutschland an Hautkrebs, dem häufigsten Tumor beim Menschen. Die Steigerungsraten nennt Dr. Trebing „rasant“. Gründe für das ungebrochene Wachstum gibt es viele: „Mehr Reisen in südliche Regionen, mehr Outdoor-Aktivitäten, aber auch der Klimawandel und die demografische Entwicklung spielen eine Rolle.

In den zehn Jahren seit Bestehen des Hautkrebszentrums Dessau-Anhalt mussten fast 5.000 Patienten operiert werden. Mit regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen würde es gar nicht erst so weit kommen. „Die Haut hat den Vorteil, komplett vor Augen zu liegen“, so Dr. Trebing. „Die Vorsorge tut weder weh noch kostet sie die Versicherten etwas.“ Ab dem 35. Lebensjahr wird die Untersuchung alle zwei Jahre von den Kassen übernommen. Dennoch liegt der Anteil derjenigen, die von diesem Angebot in Sachsen-Anhalt Gebrauch machen, lediglich bei 17 Prozent. Ein enttäuschender Wert, der deutlich unter dem Bundesschnitt liegt. „Zumal“, so der Mediziner, „90 Prozent der Hauttumore nach einer Früherkennung heilbar sind.“

Als das Hautkrebszentrum Dessau-Anhalt 2010 entstand, war es eines der ersten in Sachsen-Anhalt. Auch heute reicht das Einzugsgebiet – wie der Name schon sagt – weit über die Doppelstadt hinaus. Selbst aus benachbarten Bundesländern kommen Patienten ins Städtische Klinikum. Für Dr. Trebing nicht überraschend: „Wir haben hier den Idealfall, alle diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten unter einem Dach zu haben. Jede Woche besprechen wir unsere Fälle auf einer Hauttumor-Konferenz mit den Krebsspezialisten der anderen Kliniken. Hier legen wir gemeinsam die optimale Behandlungsstrategie fest.“

Damit die hohen Diagnostik- und Therapiestandards erhalten bleiben, muss die Zertifizierung regelmäßig wiederholt werden. Alle drei Jahre wird das Hautkrebszentrum von Gutachtern der Deutschen Krebsgesellschaft durchleuchtet. So zuletzt geschehen im April – einmal mehr ohne Beanstandungen.